L-Nummern – Harnischwelse aus dem Río-Madre-de-Dios-Einzug Nachdem ich schon mehrere Arten von Panzerwelsen aus dem peruanischen Madre-de-Dios-Einzug vorstellen konnte (Evers 2003 a, b; Evers & Numrich, im Druck), sollen nun auch die ancistrinen und hypostominen Harnischwelse aus dieser Region präsentiert werden. Mimbon-Aquarium (Köln) führte schon im Herbst 2003 die ersten Harnischwelse aus dieser Region nach Deutschland ein. Die Arten sind offenbar noch nicht wissenschaftlich beschrieben. Gleich drei Arten der Gattung Ancistrus wurden importiert. Mit seiner feinen Tüpfelung erinnert L 392 an Ancistrus leucostictus aus dem Essequibo River in Guyana. Auch die Bauchseite ist bei dieser Art fein weiß gepunktet. Ein weiterer Ancistrus aus dem Madre de Dios ist L 393. Dabei scheint es sich um eine kleiner bleibende Art zu handeln, die mit ihrem Marmormuster aus braunroten und schwarzen Tönen gar nicht so hässlich ist. Bestechend sind die relativ großen Augen mit der roten Iris. Leider verliert L 393 die attraktive Jugendfärbung beim Heranwachsen und präsentiert sich dann in einem schlichten graubraunen Kleid. Handelt es sich bei L 394 um eine bereits beschriebene Cochliodon- oder Hypostomus-Art der H.-cochliodon-Gruppe, oder ist dieser Hypostomine mit den orangeroten und schwarz getupften Flossen wissenschaftlich unbekannt? Mir jedenfalls war die Bestimmung nicht möglich. Ein attraktiver Panaqolus ist L 395. Der dunkelgraue bis schwarze Körper ist mit feinen goldgelben Punkten übersät. Die Art kommt ebenfalls im Madre-de-Dios-Einzug vor. Bei aller Ähnlichkeit zu P. albomaculatus gibt es in der Färbung der Bauchseite und in der Bezahnung Unterschiede, die für eine unbeschriebene Art sprechen. Ein Ancistrus mit sehr breitem, großem Saugmaul ist L 396. Auf schiefergrauem Grund zeigen sich vor allem auf dem Vorderkörper hellere Punkte. Die Rückenflosse ist eher kurz und setzt weit hinten an. Die Art stammt aus höheren Lagen des Tambopata-Einzugs und lebt in stark strömendem Wasser. Autor:&nbspHans-Georg Evers